Seminar für Fachpersonen

Kind und Tod in unserer Gesellschaft: Die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Kindern, ihren Geschwistern und Familien

Zeit: 17:00 - 20:30 Uhr Uhr (vier Einheiten zu je 45 Minuten)
Teilnehmer:innen:
max. 12 Personen
Ort:
Traumazentrum – die Boje, Hernalser Hauptstraße 15/2. Stock/5b, 1170 Wien
Preis:
€ 80,-

Eine lebensbedrohliche Diagnose, wie z. Bsp. eine Krebserkrankung, verändert schlagartig alles. Wenn sie ein Kind betrifft, stellt dies alles in Frage – unsere Sicherheiten, unsere Lebenshaltung, unsere Hoffnungen und Träume. Die Eltern und das betroffene Kind werden mit einer neuen schmerzlichen Realität konfrontiert, mit neuen Definitionen von sich selbst aber auch von anderen. Es kommt zu tiefgreifenden seelischen Veränderungen.

Anhand konkreter Therapie-Sequenzen werden wir folgende 3 Themen diskutieren, welche jeweils bestimmte Übergangssituationen markieren:

1. Erstens soll es um den Übergang aus der Alltagsnormalität in das Leben mit einer lebensbedrohlichen Diagnose gehen. Hier soll der Aspekt der Konfrontation mit der Diagnose im Vordergrund stehen und Reaktionen der gesamten Familie, auch der Geschwister, auf diese veränderte Lebenssituation.

2. Zweitens soll es um den Übergang von der intensiven Behandlungsphase in eine neue Normalität gehen, mit der Frage, wie dieser Übergang gelingen kann oder woran er unter Umständen scheitert. In diesem Zusammenhang werde ich gern einige Überlegungen zu Rolle des Narrativs mit Ihnen diskutieren.

3. Und schliesslich geht es um den Übergang von der kurativen in die palliative Situation mit der Frage: Sollen Eltern mit ihren terminal krebskranken Kindern über den Tod reden?

Referentin: Kerstin Westhoff, lic. phil, Psychologin FSP

Lizentiat in klinischer Psychologie an der Universität Basel 1997. Psychoanalytische Ausbildung am Psychoanalytischen Seminar Basel. Arbeit an der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätspoliklinik Basel. Seit 2005 Onkopsychologin am Universitätskinderspital beider Basel. Daneben Arbeit in eigener Praxis.
Zahlreiche  Publikationen zum Thema.

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