Seminar für Fachpersonen

“Trauerprozesse und kognitive Behinderung, unter besonderer Berücksichtigung des Down-Syndroms

Zeit: 17.00 bis 20.30 Uhr (vier Einheiten zu je 45 Minuten)
Teilnehmer:innen: max. 15 Personen
Ort: Traumazentrum – die Boje, Hernalser Hauptstraße 15/2.Stock/5b, 1170 Wien
Preis: € 80,-

Verlust, Trennung und Tod sind Erfahrungen mit denen sich jeder Mensch im Laufe seines Lebens konfrontiert sieht. Diese sind zumeist mit großem Schmerz verbunden, den es zu verarbeiten gilt. Die Trauer bildet dabei die adäquate, gesunde und sogar lebensnotwendige Reaktion auf ein solches Verlust- oder Trennungserlebnis. Sie hilft dem Menschen, solche schmerzhaften Verluste zu bewältigen und in sein Leben zu integrieren.
Wie dieser Trauerprozess vonstattengeht und was ein Mensch in einer solchen Situation braucht, ist individuell höchst unterschiedlich und es gibt eine Vielzahl von Wegen, wie mit einem solchen Erlebnis umgegangen werden kann.

Was es bedeutet zu Trauern, welche verschiedenen Aspekte dabei zu beachten sind und wie Menschen mit und ohne kognitiver Behinderung, wie etwa beim Down-Syndrom, bei ihrer Trauerarbeit unterstützt werden können, soll das Kernthema dieses Seminars bilden.

Ebenso soll aufgezeigt werden, welche besondere Formen von Trauer und Bewältigung für Menschen mit Down-Syndrom und deren Angehörigen im Laufe ihres Lebens und ihrer Entwicklung von zentraler Bedeutung sind:
Einerseits die Auseinandersetzung mit dem eigenen „Anders-sein“, die bereits in der Kindheit beginnt und besonders im Jugendlichen- und jungem Erwachsenenalter zum intensiven Thema wird.
Andererseits die Trauerarbeit der Angehörigen, die sich mit der Tatsache, ein Kind mit Behinderung zu haben, in einem meist langen Prozess auseinandersetzen müssen.

Referent: Mag. Stefan GEISSLER
arbeitet als individualpsychologischer Psychotherapeut am Ambulatorium die Boje, mehrere Jahre in einem psychiatrischen Krankenhaus, zuletzt aber vor allem in der freien psychotherapeutischen Praxis. Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn arbeitet er unter anderem auch mit Menschen mit Down-Syndrom.

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